Mein Holweide (1)

Elisabeth Ostendorp, Theaterpädagogin

 

Ich lebe in Holweide, aber ich habe mir den Stadtteil nicht bewusst ausgesucht. Vor 14 Jahren haben mein Mann und ich (damals hochschwanger) im Dezember von Krefeld aus nach einer Wohnung in Köln gesucht. Mein Mann hatte gerade eine neue Stelle an einer Schule bekommen und mein Vertrag beim Stadttheater Krefeld war ausgelaufen, sodass wir uns auf eine neue Stadt einlassen wollten. Hier haben wir eine günstige Wohnung bekommen und sind geblieben. Ich habe sehr viele liebe Menschen kennengelernt, die nun Freunde geworden sind, dadurch ist Holweide eine Heimat geworden.

 

„Mein Holweide“ ist die Rheinische Musikschule an der Johann-Bensberg-Straße. Es ist ein schönes altes Schulgebäude und hat eine wunderbare große Wiese, die in jedem Monat anders aussieht. Erst ein Teppich aus Schneeglöckchen, dann die Osterglocken im Frühling, im Sommer Wiesenschaumkraut und Butterblumen sowie im Herbst ein Gräsermeer mit blauen Blumen (wohl die Gemeine Wegwarte) und – versteckt im hohen Gras – die ersten Walnüsse in ihrer grünen Hülle. Hier habe ich sehr viele nette Kolleginnen und Kollegen kennengelernt und freue mich immer auf die Musikschulkonzerte meiner Kinder. Als Kind hätte ich auch gern eine solche Musikschule in meiner Nähe gehabt.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass weitere schöne Orte entstehen, an denen man sich wohl fühlt und gern verweilt.

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Mein Holweide (2)

Tobias Jobke, Journalist

 

Ich lebe in Holweide, weil ich hier Stadt- und Landmensch zugleich sein kann. Ich habe jederzeit die Möglichkeit, mich ins Getümmel auf der Bergisch Gladbacher Straße zu stürzen. Von meiner Wohnung aus kann ich aber genauso schnell zu einem Spaziergang ins Grüne aufbrechen und an der Strunde entlang schlendern.

 

„Mein Holweide“ ist mein kleiner, begrünter Balkon. Er dient mir bis in den Nachmittag als Sonnentankstelle und bedeutet für mich eine kurze Auszeit vom stressigen Nachrichten-Alltag. Im Sommer fliegen dort Bienen, manchmal Schmetterlinge und es duftet nach Kräutern.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass der Stadtteil seine gelungene Mischung aus Tradition und Moderne behält. Ich wünsche mir auch mehr Zusammenhalt und Austausch der Menschen vor Ort. Und nicht zuletzt wäre es schön, wenn wir alle mehr auf Sauberkeit achteten, da mir in letzter Zeit viel Müll in der Umwelt aufgefallen ist.

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Mein Holweide (3)

Ulrike Schreurs, Geschäftsführerin

 

Ich lebe in Holweide seit fast 30 Jahren und schätze hier die ruhige Art. Holweide ist gemütlich, aber nicht langweilig. Bei meinen Wegen „durchs Dorf“ treffe ich immer nette und herzliche Leute. Ich erledige meine Einkäufe vor Ort, habe meine Ärzte sowie Karnevals- und Sportverein hier und nutze das vielfältige Angebot der ortsansässigen Handwerker. Es ist alles da.

 

„Mein Holweide“ ist die direkte Umgebung der Kirche St. Mariä Himmelfahrt. Ursprünglich stamme ich von der anderen Rheinseite als echtes Kölsches Mädchen, habe aber bei den Besuchen meiner Urgroßmutter in der Märchensiedlung immer diese Kirche wahrgenommen und mir als Kind schon gewünscht, in deren Nähe zu wohnen. Wie das Schicksal spielt, wohnte mein Freund und jetziger Mann in Holweide und hier sind wir geblieben. In dieser Kirche mit ihren vielen tollen Menschen finde ich Ruhe und Unterstützung. Das tut gut.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass die Bewohner ihren Stadtteil mehr schätzen, die Holweider Geschäfte mehr nutzen und ein positives Zeichen setzen. So wie der Runde Tisch das jetzt so schön vormacht. Alle können dabei sein, sind willkommen und sich einbringen. Manchmal denke ich an den Zettel, den ein Gastwirt auf seine Toilettentür geklebt hat: „Diese Toilette ist für meine Kunden. Kunden von Amazon mögen bitte die Toilette von Amazon benutzen“. Bleiben wir vor Ort, da ist es schön.

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Mein Holweide (4)

Prof. Dr. Helmut Schmiedt, Literaturwissenschaftler

 

Ich lebe in Holweide, weil uns das Schicksal vor drei Jahrzehnten dorthin verschlagen hat. Meine Frau und ich haben damals aus beruflichen Gründen eine für uns bezahlbare Bleibe im Raum Köln gesucht, und die fand sich hier.

 

„Mein Holweide“ ist mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Die Mischung aus immer noch ländlicher Prägung, etwa in der Umgebung der Isenburg, und der Nähe zum Stadtzentrum mit seinen vielfältigen Angeboten ist sehr attraktiv, und ähnlich anziehend wirkt es, so viele unterschiedliche und sympathische Menschen zu treffen.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass die Aufbruchstimmung, die sich in den letzten Jahren bemerkbar macht, etwa mit der Einrichtung der neuen Sportanlage an der Piccoloministraße und neuen kulturellen Angeboten wie ‚Holweide liest‘ und dem ‚Kulturspaziergang‘, zu weiteren Ergebnissen führt. Umgekehrt sollte der Trend, dass immer mehr traditionsreiche Geschäfte und Betriebe schließen, gestoppt werden.

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Mein Holweide (5)

Sabrina Wöhler, Choreografin & Tanzpädagogin

 

Ich lebe in Holweide seit 1999. Zur Gründung einer Familie wurde mehr Wohnraum gebraucht. Seitdem bin ich sehr glücklich mit unserer Standortwahl: außerhalb der großen City, aber nah genug, um sie zu genießen. Auch das schöne Bergische Land nur ein Steinwurf entfernt: einfach toll, hier zu leben und zu arbeiten.

 

„Mein Holweide“ ist mindestens einmal pro Woche der Tanzraum in der Schweinheimer Straße. Ein Fenster blickt in eine wilde, grüne Oase, die Holweide auch sein kann.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass die Lebensqualität für alle Stadtteilbewohner erfreulich ist, dass die Geschäfte und Angebote vor Ort genutzt werden und nicht unbedacht im Internet bestellt wird und dass die bunte Vielfalt unseres Viertels lebt, sich weiterentwickelt und – tanzt!

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Mein Holweide (6)

Rüdiger Honert, Künstler

 

Ich lebe in Holweide und freue mich über die Inspirationen, die ich hier finde. Besonders ist für mich, die noch ursprünglichen Weideflächen hinter der Isenburg und – vorbei am Friedhof – die weitläufigen Grünflächen zu erkunden. Zurück auf der Bergisch Gladbacher Straße, habe ich mir auf dem Wochenmarkt schon so manches Paar warme Socken und frisches Gemüse gekauft.

 

„Mein Holweide“ ist die Haltestelle Vischeringstraße, von der aus ich bequem in die Kölner Innenstadt und auch weiter verreisen kann. Zurückgekehrt, genieße ich die Vielfältigkeit von Stadt, Natur und Menschen, die ich hier vorfinde.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass die Menschen hier im Stadtteil mit Freude das gemeinsame Leben weiter so vielseitig gestalten.

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Mein Holweide (7)

Teresa Moya Schlummer, Musiktherapeutin

 

Ich lebe in Holweide seit 2013, da ich einen Ort gesucht habe, an dem ich gut leben und arbeiten kann, wo Natur und gute Infrastruktur nah beisammen sind.

 

„Mein Holweide“ ist meine Praxis Mukulala mit dem „Sonnenraum“, in dem die Sonne von morgens bis abends hineinscheint und der mit vielen internationalen Instrumenten bestückt ist. Hier ist Ruheoase, Durchatmen, Begegnung, Kreativität, Raum zum Sein.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass unser Miteinander von Offenheit und mit einem Blick aus dem Herzen geprägt ist. Dies bezieht für mich unsere Umgebung und die Natur mit ein.

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Mein Holweide (8)

Micky Brühl, Musiker

 

Ich lebe in Holweide als Dellbrücker auf der Grenze zu Dellbrück; fühle mich in Holweide genauso wohl wie in Dellbrück.

 

„Mein Holweide“ ist unser Zuhause und besonders unser Garten – und bedeutet für mich „Daheim“. Ich bin auch beruflich viel unterwegs und von Holweide aus ganz schnell in der Innenstadt – wenn die Brücken nicht gerade gesperrt oder kaputt sind.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass der Einzelhandel gut lebt und die Bergisch Gladbacher Straße bunt und vielseitig bleibt.

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Mein Holweide (9)

Wolfgang Buyna, Maler

 

Ich arbeite in Holweide.

 

„Mein Holweide“ ist das Atelierhaus „KunstRaum Souterrain“ in der Scheidemannstraße 18a, welches ich mir gemeinsam mit vier Künstlerinnen eingerichtet habe: für mich ein Ort des künstlerischen Schaffens und der Entwicklung sowie der Möglichkeit, meine Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Ich wünsche mir für Holweide weitere künstlerische Gruppen und Einrichtungen, mit denen man sich (auch spartenübergreifend) austauschen und eventuell gemeinsame Projekte erarbeiten kann – und eine an Kunst und Kultur interessierte Bevölkerung.

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Mein Holweide (10)

Claudia Greven-Thürmer, ehemalige Sozialraumkoordinatorin Buchheim/Holweide

 

Ich arbeite in und für Holweide seit Anfang 2020. Mit dem städtischen Programm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ wird ein besonderes Augenmerk auf bestimmte Stadtteile gelegt. Und nun ist Holweide endlich auch einer von ihnen.

 

„Mein Holweide“ ist der „REWE-Platz“ mit „Elsas Café“ sowie das Haus in der Piccoloministraße 528 und bedeutet für mich schöne Erinnerungen, weil beide Orte für mich untrennbar mit der Holweider Selbsthilfe verbunden sind und mit Sabine Nikodem, die leider viel zu früh gestorben ist. In den Anfängen der Gemeinwesenarbeit, also in den späten 90er Jahren, als ich in Buchheim anfing, haben wir hier oft gesessen und Ideen für unsere Stadtteile geschmiedet.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass es seine Lebendigkeit und Aufgeschlossenheit behält und ein fröhliches Miteinander auf den Plätzen und Grünflächen beiderseits der oft trennenden Bergisch Gladbacher Straße entstehen kann. Dazu möchte ich so viel wie möglich beitragen.

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Mein Holweide (11)

Gerd Peitzmeier, Lehrer & Musiker

 

Ich lebe in Holweide seit 1999, weil der Stadtteil eine gute Lage für meine Familie bedeutet hat, bis heute ist das so geblieben. Hier genieße ich die Nähe zur Natur, z.B. die Kuhwiese am Krankenhaus oder die Felder am Gut Mielenforst.

 

„Mein Holweide“ ist die Gesamtschule Holweide, ein eigener großer Kosmos der Bildung und des Miteinanders junger Menschen. Sie bietet Raum für kreatives Arbeiten, sei es im Circus Zappelino oder in der musischen Bildung. Auch das kulturelle Schaffen im Stadtteil, z.B. in der Evangelischen Gemeinde mit der Paulusbigband oder mit den Dellfunkbrothers macht mir viel Spaß.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass die Stadtentwicklung sich noch mehr der Verbesserung des Stadtbildes und der Architektur, aber auch der kulturellen Qualität des Stadtteils annimmt, geleitet von Rücksicht auf die Interessen aller Bürger.

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Mein Holweide (12)

Ines Braun, Künstlerin & Designerin

 

Ich lebe in Holweide seit 2001: Startschuss in ein neues Leben. Von Berlin nach Köln nach Holweide! Damals kam es mir vor wie die tiefste Provinz. „JWD“ (janz weit draußen), wie der Berliner sagt. Allmählich musste ich feststellen, dass da zwar was dran ist, aber das macht es umso lebens- und liebenswerter! Holweide ist längst meine Heimat geworden.

 

„Mein Holweide“ sind die alten Weiden neben der Isenburg, die ich liebe, samt Kühen, Reihern, Eseln und Ponys. Und die nahe Umgebung! Spaziergänge am Höhenfelder See, in der Dellbrücker und Wahner Heide. Ein Bad im Von-Diegardt-See, ein Eiscafé an der Bergisch Gladbacher Straße. Auch mein Atelier in der ART FACTORY im benachbarten Dünnwald ist nicht weit. Holweide heißt für mich kurze Wege zu allem, was wichtig ist. Zu meinen Chorproben bei der Choralschola an St. Mariä Himmelfahrt, zum Yogakurs in den Räumen der „Tanzimpulse“, zum Wochenmarkt, zu Ärzten, zum Einkaufen. Mein Büro ist bei mir zu Hause. Und zwischendurch noch ein Plausch mit Nachbarn auf der Straße. Kurz: Leben!

 

Ich wünsche mir für Holweide, in Anlehnung an Joseph Beuys, 70 Eichen – fürs Klima.

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Mein Holweide (13)

Mischa Marcks, Musiker (Bassist)

 

Ich lebe in Holweide wegen der perfekten Balance aus Naturnähe und Anbindung zum Verkehr.

 

„Mein Holweide“ ist mein Tonstudio/Unterrichtsraum und bedeutet für mich, dass ich meinem lokalen Umfeld etwas zurückgeben und meine Nachbarn inspirieren kann, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass wir weiterhin offene Diskussionen fördern und der Kultur den Rücken stärken.

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Mein Holweide (14)

Alexandra Helmgens, Art Direction & Grafik-Design

 

Ich lebe in Holweide, weil es so grün und trotzdem gut angebunden ist.

 

„Mein Holweide“ ist der Weg entlang der Strunde und bedeutet für mich Idylle.

 

Ich wünsche mir für Holweide, dass es nicht immer nur mit der Bergisch Gladbacher Straße in Verbindung gebracht wird.

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